Winlactat Channel Editor

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Zweck

Der Channel Editor zur Bearbeitung von Rohdaten dient folgenden Zwecken:

  • Bearbeiten von Belastungsstufen
  • Neusetzen von Belastungsstufen
  • Filtern von leicht gestörten Meßkanälen
  • Interpolieren/Überbrücken von stark gestörten Meßkanalausschnitten
  • Manuelles Bearbeiten von Einzelwerten (Spike editing)
  • Löschen von Meßkanalausschnitten
  • Verschieben von Testphasen

Der Channel Editor wird aus dem Panel View heraus gestartet.

Handbuch zum Channel Editor

In diesem Handbuch sind ab Seite 19 viele Funktionen des Channel Editors erläutert.

Aufbau des Fensters

Winlactat46 f.png

Funktionsweise

Allgemein

Der Channel Editor stellt den links oben gewählen Kanal gegen die Zeitachse dar. Er enthält alle Kanäle, die im (CPET) Import aufgenomnen wurden. Einige Kanäle sind von abhängig von anderen Kanälen.

Wenn Sie (zeitliche) Ausschnitte aus einem Kanal löschen, dann werden die Werte im gelöschten Zeitintervall auch in den anderen Kanälen entfernt, damit die Gesamtdarstellung synchron bleibt.

Stufendetektierung

Die Stufendetektierung ist eine wesentliche und recht komplexe Funktion des Channel Editors. Da die meisten Hersteller keine Stufenmarker exportieren, muss die winlactat den Beginn und das Ende der Belastungstufen selbst bestimmen. Aufgrund zahlreicher Randbedingungen (Rampenprotokoll, Stufenprotokoll, Schwankungen der Last uvm.) kann es vorkommen, dass die Stufen nicht korrekt erkannt wurden. Das Setzen von Stufen wird übrigens für Sie unbemerkt bereits beim Import in der Inbox durchgeführt.

Testphasen anpassen

Grundsätzlich versucht die winlactat die Phasen der jeweiligen Atemzüge immer korrekt aus dem Importfile zuzuweisen. Da aber manuell gemessene Werte wie Laktat und Blutdruck durch die zeitliche Verzögerung der Messung meist zeitlich in die Folgestufe fallen, kann es zu Fehlzuweisungen kommen. In diesen Fällen kann eine Korrektur der Phasen notwendig werden. Die Phasenwechsel werden im Channeleditor als senkrechte rote Linien mit einem roten Fähnchen angezeigt. Diese lassen sich mit der gedrückten linken Maustaste horizontal auf der Zeitachse verschieben. Entsprechend der neuen Position können nun einzelene Messwerte und Belastungsstufen in eine andere Phase fallen.

Fragen und Antworten

  • Q: Es stehen zwei Filtertypen zur Verfügung (Median- oder Mittelwertfilter). Können Sie mir die Unterschiede erläutern?

A: Median- und Mittelwertfilter dienen der Glättung von Meßdaten. Beide Filter sind hier als linear linksgleitende Filter ausgelegt, d.h. es werden die jeweils links eines Punktes liegenden Werte für die Filterung herangezogen. Der Bezugspunkt wird danach um eine Stelle nach rechts versetzt und die Filterung wiederholt. Dabei werden die Filter immer auf die ungefilterten Originalwerte bezogen. Beim Medianfilter wird nach einer Größensortierung der mittlere Wert (nicht der Mittelwert) genutzt. Beim Mittelwertfilter wird der arithmetische Mittelwert bestimmt. Die Anzahl der zu mittelnden Messwerte kann eingestellt werden.

  • Q: Wie kann ich Meßwerte löschen?

A: Ziehen Sie in der Grafik mit der rechten Maustaste einen Rahmen um die zu löschenden Werte und drücken Sie anschliessend im Menü "Cut". Sie können alternativ auch in dem Messwertegitter unten am Rand des Fensters die Meßwerte selektieren und dann "Cut" drücken.

  • Q: Wie lösche ich eine komplette Stufe?

A: In der Stufenliste am rechten Rand des Fensters markieren Sie die zu löschende Stufe und drücken Sie im Menü "Stufen bearbeiten" die Schaltfläche "Del" (Delete). Die in der Stufe enthaltenen Meßwerte werden dabei nicht gelöscht!